46 VeranSchtalltungen

haben wir in den letzten 10 Jahren in Macks-Schtall durchgeführt.

Nach Schließung der Wirtschaft „Zur Linde“, alias „Zum Schtoi“ in Erbishofen im Jahr 2009, musste die Macherei der Kleinkunstbühne nach einer neuen Bleibe Umschau halten. 2008 startetenwir bereits einen ersten Probelauf im ehemaligen Kuhstall des Anwesens Mack in Diepertshofen. Mit „Miscapala“ hatten wir ein passendes Ensemble für den Testlauf gefunden und die Reaktionen des Publikums zeigten, dass diese  Räumlichkeiten mehr als nur ein Provisorium waren. Mit tatkräftiger Unterstützung unserer neuen Hausherren bauten wir den Stall in den folgenden Jahren zu einem „Musentempel“ um, der uns sehr ans Herz gewachsen ist. Hier begrüßten wir Künstler wie Maxi Schafroth, Jockel Tschiersch, Jörg Maurer, Hasemanns Töchter und Ensembles wie das Jodelchörli aus Lütisburg oder die Königlich priv. Waschhausvereinigung um nur einige zu nennen.

Auch alle Künstler waren von dem einmaligen Schtall-Ambiente und der gemütlichen Wohnzimmergarderobe sehr angetan. „Waren“, müssen wir nun leider sagen. Denn 2018 werden wir mit dem „A(lb)-Traumpaar“ aus dem Allgäu unsere letzte, die 52. Veranstaltung hier im Schtall abhalten. Ein Alptraum für das Brett? Sicherlich nicht. Nach der Betriebsübergabe 2017 haben wir größtes Verständnis dafür, dass der uns  wohlwollende Hofnachfolger sich für die Zukunft alle Perspektiven offen halten muss, zumal der Termin einer Generalsanierung näher rücken wird.

Darum nehmen wir 2018 Abschied vom Schtall. Zwar mit schwerem Herzen, aber auch mit einem ganz herzlichen Dankeschön für die schönen Jahre und die stets zuvorkommende und hervorragende  Zusammenarbeit mit den Hausherren, der Familie Mack.

Wie damals 2008 heißt es also wieder: „Quo vadis, Brett im Schtoi“. Wir sind guten Mutes, dass sich für unseren kleinen Kulturbetrieb etwas Neues finden wird; wir halten jedenfalls Augen und Ohren offen. Doch 2019 feiern wir zunächst einmal unser 25-jähriges Jubiläum, für das wir uns etwas ganz besonderes einfallen lassen werden. Für Danach sind wir schon fleißig am Ideen sammeln, denn solange wir noch ein so fantastisches Publikum haben, glauben wir fest an die Zukunft unserer Kleinkunstbühne.

Zunächst aber noch das neue Programmjahr 17/18 für das wir uns viel Neues einfallen lassen haben, aber uns auch wie immer auf alte Bekannte freuen dürfen:

Unser langjähriger Wegbegleiter Uli Boettcher (zum ersten Mal gastierte er 1999 beim Brett) ist nun auch im Bereich von Ü50 angekommen und führt uns in die Welt der „Silberrückenmännchen“ ein. Musikalisch richten wir Ihnen eine modern eingerichtete Stube her, in der es sich „achsofabelhaft“ entspannen lässt. Die tiefe Verbundenheit von uns Flachländern mit dem Allgäu kommt wieder zum Tragen und nach 3 Jahren

feinstem Shakespeare-Theater geht es mit Heinrich von Kleists Klassiker diesmal etwas „derbkomischer“ zu. Mit Sebastian Kneipp lernen wir ein urschwäbisches Original besser kennen und weil wir vielleicht nach diesem Programmjahr doch etwas ratlos dastehen werden, haben wir Gäste eingeladen, um uns bei der „Beseitigung der modernen Ratlosigkeit“ wichtige Tips geben zu lassen.

Ein ganz herzliches Dankeschön wiederum der Familie Belgard, die uns seit vielen Jahren großzügig unterstützt.